Donnerstag, 25. Mai 2017







Gedanken zu:  
"das Manifest der Ordnung durch Verbindung"
Von Stefan S. 25.05.17

Vorweg möchte ich sagen, dass mir klar ist, wenn ich hier Gedanken zum Manifest äußere diese nur missverstanden werden können.

Stefan formuliert Sätze, die wie Gedanken aussehen aber Anweisungen oder Zusammenfassungen seines Tuns sind. 

Aus dem Grund können meine Äußerungen von Stefan nur missverstanden werden. Ich muss die einzelnen Punkte zum Manifest nämlich als gedankliche Äußerungen reflektieren. 

Stefan ist für mich der Andy Warhol des Internets und ich finde das, was er und wir er es macht wunderbar! 

Dies kann mich aber nicht daran hindern das was er schreibt kritisch zu beleuchten! 


Zur Überschrift:

Der Satz ist ein Paradox: Wie kann Ordnung anders als durch Verbindung entstehen?

Da könntest du auch sagen: Ordnung entsteht durch Ordnung! Dann braucht es auch nicht gesagt zu werden!



zu Punkt 1:

Wenn sich das dominante Kommunikationsmedium ändert, dann ändert sich die Kommunikation. Aber was ist Kommunikation im Sozialen. Auf keinen Fall, das ganze Soziale.

Zu Punkt 2:
Ja für den Stefan!
Für den Hasen 
für die Primel und 
für den Wasserfall 
ändert sich fast nichts!

Zu Punkt 3:
In Netzwerken: Ja!

Zu Punkt 4:
Der Begriff der Kommunikation erfasst ganz wenig von Sprache, von Verständigung, von dem was Vermittlung ist.
Noch weniger weiß er vom Dasein.

Kommunikation ist eine Erfindung der siebziger Jahre und verkürzt die Frage der Hermeneutik auf Brauchbares. 

Mit ihm kann man nur das verstehen was Kommunikation ist, mehr nicht, und das ist sehr sehr wenig!

Zu Punkt 5:
In dem Satz ist alles so verwickelt, dass es mir schwer fällt die Knoten zu entwirren?

Zu Punkt 6:
Genau umgekehrt: Schrift prägt sich in Zeit und Raum ein. Raum und Zeit werden Durch Schrift markiert. 
Sie entstehen durch Sprache erst und die Schrift befestig sie.

Zu Punkt 7:
Und was sind Klassentreffen?
Eines der unzähligen Beispiele wie durch Buchdruck Gemeinschaft gestiftet wurde. 
Von den evangelischen Kirchenbauten, die wie Theatersäle entworfen wurden, ganz zu schweigen und und und

8: OK

9: OK

Zu Punkt 10:
Wäre das nur Kommunikation, es wäre armselig.....

Zu Punkt 11:
Du machst das alles wunderbar - ernst gemeint!
Ich hab keine Ordnung!
Ich lebe durch Verschwendung (Joseph Beuys)




DAS MANIFEST der Ordnung durch Verbindung
(V1.5/23.05.2017 | #medienlǝsɥɔǝʍ)

  1. Wenn sich das dominante Kommunikationsmedium ändert, verändert sich die ganze Welt des Sozialen.

(2) Das Wirknetz der Computer hat sowohl die Stelle des omnipräsenten, nie anwesenden Gottes (6) — als auch die unendliche Prozession von Kritik, aufgelistet in der Universitären Bibliothek (7) — eingenommen.

(3) Menschen sind in Netzwerken nützlich, oder aber überflüssig.

(4) Der Kommunikation ist es egal, wer kommunziert. Was kommunziert, kommuniziert. Und “Du kannst nicht nicht kommunzieren.”

(5) #Sprache ermöglicht Kommunikation, sich vom menschlichen Körper zu lösen.

(6) #Schrift ermöglicht Kommunikation, sich von Zeit & Raum zu lösen.

(7) #Buchdruck ermöglicht Kommunikation, sich von personaler Identität und persönlicher Beziehung zu lösen.

(8) #Computer ermöglicht Kommunikation, sich von Sachen & Inhalten zu lösen.

(9) #Computer ermöglicht es, die sich darstellenden Sachverhalte in der Art und Weise ihrer Verbindung zur Darstellung zu bringen.

(10) #Computer ermöglicht Kommunikation zwischen Vielen und Vielem.


(11) “Vergiss das Schaufenster, kümmere dich um den Lagerraum.” aus: #dfdu DIE FORM DER UNRUHE, Piazzi/Seydel, Junius Verlag Hamburg, Band 2, 2010

Kommentare:

  1. lieben dank. werde baldmöglichst inhaltlich reagieren. die aktuellste version wird hier sein: https://medium.com/@sms2sms/das-manifest-der-ordnung-durch-verbindung-dfdu-die-aktuellste-version-b3ff34d8d743

    die diskussion im zettelkasten: http://dissent.is/2017/05/21/making-of-das-manifest-der-ordnung-durch-verbindung/

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  2. Ergänzung:
    Zum Begriff der Kommunikation

    Der Begriff der Kommunikation bei Luhmann ist Teil der Systemtheorie. Kommunikation wird dort verstanden als die Fähigkeit innerhalb von Systemen sich zu verständigen, nach außen hin sich zu verständigen, mit dem Außen sich zu verständigen und mit anderen Systemen.

    Die Systemtheorie steht und fällt mit dem Begriff der Systeme.
    Wendet man den Kommunikationsbegriff auf die Verständigung von Menschen untereinander an, beziehungsweise von Menschen mit Maschinen, mit anderen Systemen usw., so muss man auch den Menschen als System annehmen, als psychisches System. Was Luhmann auch so macht.

    Wenn ich mich Frage, habe ich mit mich mit dir verständigt, so ist das eine völlig andere Frage, als die der Kommunikation innerhalb der Systemtheorie.

    Der Unterschied besteht darin, dass ich mich frage was ich nicht verstanden habe, während in der Systemtheorie aus der inneren Notwendigkeit und deren Konstruktion es der Kommunikation bedarf. Kommunikation ist dort Teil eines Modells.

    Ob ich mir im Klaren bin, dass ich etwas nicht weiß, oder ein System sich im Klaren ist, dass es nicht weiß was das andere System weißt oder nicht weiß, das sind zwei völlig verschiedene Sachen!

    Ich sehe immer wieder wie Nachfolger von Luhmann diesen Unterschied nicht machen!

    Den Unterschied zwischen dem was Sprache kann und dem was in der Systemtheorie Kommunikation ist erlebe ich als einen sehr großen.

    Ich kann das hier nur als einen Eindruck beschreiben, aber mir erscheint der Kommunikationsbegriff als völlig gegenüber der Sprache.

    Ich kann das jetzt nur als Behauptung so stehen lassen!


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